bergedorf 7. Wirtschaftsforum der Bergedorfer Zeitung
In der Ausstellung Prototyp, Hafencity
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  Die Bergedorfer Zeitung hatte zu ihrem 7. Wirtschaftsforum geladen. Zum ersten Mal befand sich das Podium nicht in der Bibliothek der Sternwarte, man traf sich sogar außerhalb Bergedorfs.

Trotzdem war man zu Gast bei Bergedorfern - bei Oliver Schmidt und Thomas König, die in einem Kontor-Haus in der HafenCity die Prototypen-Ausstellung betreiben.

Bei der Gesprächsrunde mit (von links) Carsten Buhck (Gründer der Buhck-Stiftung), Dr. Klaus Wehmeier (stellv. Vorsitzender der Körber-Stiftung), Moderator Ulf-Peter Busse (Bergedorfer Zeitung), Staatsrat Reinhard Stuth (Behörde für Kultur, Sport & Medien) und Oliver Schmidt (Inhaber & Geschäftsführer Ausstellung Prototyp) lautete das Thema "Stiftungen".

Hamburg ist mit insgesamt über 1100 Stiftungen Deutschlands Stiftungs-Hauptstadt. Gerade in der jüngeren Vergangenheit erlebte Hamburg einen regelrechten Stiftungs-Boom, was wahrscheinlich an mehreren Faktoren liegt.

Einerseits sind die Bürger der Freien und Hansestadt vergleichsweise wohlhabend, andererseits bietet Hamburg im Gegensatz zu anderen Städten und Regionen einige Vergünstigungen.
So wurde zum Beispiel die steuerlich begünstigte Höchstgrenze von Stiftungen auf eine Million Euro pro Person erhöht.
Auch Gebühren für die Anmeldung einer neuen Stiftung fallen in Hamburg nicht an, was in der Bundesrepublik einzigartig ist.
 
Reinhard Stuth, Staatsrat Kultur, Sport & Medien

Laut Staatsrat R. Stuth ist dabei der Gewinn für die Gesellschaft um ein Vielfaches höher, als das, was an Gebühren oder durch möglicherweise niedrigere Steuereinnahmen verloren geht.

Darüber hinaus gibt es in Hamburg aber auch ein hochqualifiziertes Dienstleistungsangebot rund um das Thema Stiftungen, also diesbezüglich hochqualifizierte oder gar spezialisierte Anwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Banken u.s.w.

Und auch der Senat unterstützt neue Stiftungen direkt durch persönliches Engagement wie Patenschaften durch Senatoren und Stifter-Empfänge.

Carsten Buhck, Stiftungsgründer
  Für die Gründung einer Stiftung mag es viele Gründe geben. Aber auch wenn eine Stiftung nur aus drohender "Langeweile" gegründet wurde, wie Carsten Buhck in der Diskusionsrunde mit einem Schmunzeln sagte - was letztendlich zählt ist, was eine Stiftung bewirkt.

Bei der Buhck-Stiftung handelt es sich um eine reine Familienstiftung, alle anfallenden Arbeiten werden ehrenamtlich erledigt. Somit können auch nahezu alle Erträge des Stiftungskapitals für die Zwecke der Stiftung ausgeschüttet werden.

Nur eine generelle "Gefahr" sieht Carsten Buhck bei Stiftungen: Dass die Freiwilligkeit in den Köpfen der Menschen verloren geht, dass die Unterstützungen und Zuwendungen bei den Empfängern mit der Zeit zur Selbstverständlichkeit werden, was natürlich nicht berechtigt ist.

Die weningsten Stiftungen geben "nur" Geld. Sie investieren Hilfestellung, Engagement, Ideen, Kreativität, eine Menge Herzblut und oft auch Manpower in ihre Projekte, wodurch auch das Bürgerengagement gefördert werden soll und wird.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Körber-Stiftung.
Kurt Körber wollte niemals der typische Mäzen oder der gönnerhafte Stifter sein, sondern eher ein "Anstifter". Er gründete seine Stiftung, um den Start von Projekten zu ermöglichen, sie dann aber nur so lange unterstützen, wie die Projekte nicht aus eigenem Antrieb weiterlaufen können.

 

Reportage 7. Wirtschaftsforum der BZ:

Kamera: Mike Weil
Schnitt/Ton: Mike Hoffmann
Fotos: Mike Weil
Text: Mike Weil



       
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