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Kulturtage der Stadtteilschule Bergedorf (früher GSB / Gesamtschule)
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Spannende Theaterstücke, Schüleraktionen, Workshops, Filme und ein eigener Song: das waren die GSB-Kulturtage der Stadtteilschule Bergedorf.

Dieses Mal standen die Kulturtage unter dem Motto:„Experimente“.


Auf der großen Open Air Bühne, die das Bezirksamt gesponsert hat, gab es viele Schülerbands und -gruppen, die ihr Können unter Beweis stellten und auch zwei Lehrerbands, die das Publikum richtig aufmischten.

Außerdem eine Kunstauktion, auf der Bilder und Dekorationen von SchülerInnen versteigert wurden, den Spendenlauf und Tombolas, die wieder viele Spenden einbrachten, zum Beispiel für den Kulturteil der neuen Sporthalle.

Den Auftakt machte der tonali - Künstler Benjamin Lai mit seinem Eröffnungskonzert.

Wir Webreporter aus Jahrgang 7 konnten leider nicht überall dabei sein, aber einige von uns haben unter anderem das Musical gesehen, besuchten eine spannende Generalprobe und haben beim Waffel-Experiment unsere Erfahrungen gesammelt.


Musical: Love, Grease and Rock’n Roll

Großer Andrang war am Sonntag, um 20 Uhr, vor der Tür des Eingangszentrums. Dort begann nämlich eine von vier Aufführungen des Musical „Love, Grease and Rock’n Roll“. Wir hatten die begehrten Karten ergattert. In dem Musical ging es um das Mädchen Sandy und den Jungen Danny, die sich in den Ferien kennen und lieben gelernt hatten. Eine schöne Sommerromanze.
Doch nach ihrer schönen gemeinsamen Zeit mussten sie sich wieder trennen. Zufällig trafen sie sich in ihrer High-School wieder. Doch Danny war nicht mehr derselbe charmante, nette Typ wie in den Ferien, sondern ein cooler Anführer einer Clique und verhielt sich Sandy gegenüber wie ein Macho. Trotzdem gab es ein Happy End!

Die Pausenhalle war rappelvoll, es gab keinen freien Platz mehr. Die Stimmung war sehr gut. Das Publikum langweilte sich zu keiner Zeit, da das Musical sehr gut arrangiert und von guten Darstellern gespielt wurde. Auch der Gesang war beeindruckend. Zwischendrin gab es ab und an ein paar kleinere Patzer. Einer der witzigsten Patzer war, als Sandy und Danny auf der Bühne standen und ihre Freunde eigentlich auch. Dann sollten Sandy und Danny gehen, weil sie ungestört sein wollten. Aber die Freunde verpassten anscheinend ihren Einsatz und fehlten auf der Bühne. Cool, wie die Darsteller reagierten: Sie haben improvisiert, einfach weiter geschauspielert.

Dem Beifall nach hat es allen, wie uns übrigens auch, super gut gefallen.

Hinter der Theaterbühne

Bei einer Generalprobe sollten normalerweise Aufbau und Text schon ziemlich sicher sein. Das wollten wir doch mal sehen. Wir durften nämlich als Probepublikum bei der spannenden Generalprobe des Theaterstückes Max und der Riese dabei sein.
Uns erwartet ein lautes Durcheinander. Viele rannten hin und her und zogen sich um. Während andere die Kulissen aufbauten, gesellten sich einige zu uns oder gingen noch einmal den Text durch. Eine Stunde spätere startet dann endlich die eigentliche Generalprobe. Aber nicht nur beim Aufbau, sondern auch in den Szenen lief einiges ganz schön schief. Mitten in einer Szene krabbelte zum Beispiel jemand aus dem Vorhang hervor und fragte die Lehrerin wie die Dampfmaschine funktioniere, viele vergaßen ihre Texte, das Mikro war zu leise ausgesteuert und es wurde sogar mitten in einer Szene noch mal diskutiert. Denn der Hauptdarsteller und zwei Nebendarsteller hatten unterschiedliche Meinungen über den Text und hielten es für angebracht, noch mal schnell zu debattieren. All dies war sehr lustig für das Probepublikum.
Am Ende gab es noch ein kleines Feuerwerk und man bespritzte uns mit kleinen Lametta-Bomben.

Bei der Aufführung funktionierte das Stück übrigens fast perfekt. Nur am Ende gab es zwei, drei kleine Texthacker. Und den Knallern, die nicht hochgehen wollten, denen half die Lehrerin nach, zur Belustigung aller.
 


Von Waffeln und Marktforschung

Wie viel Geld würden Sie für eine lecker duftende Waffel mit Zimt und Zucker oder mit feinem Puderzucker bestreut bezahlen?
50 Cent oder sogar 60?
Unsere Klasse 7b wollte diese Frage beantworten und machte den Waffelstand-Vergleich: zwei Waffelstände nebeneinander - zwei unterschiedliche Preise.
Am auffälliger geschmückten Stand kostete die Waffel 70 Cent. Der andere Stand fing mit 50 Cent an, doch da es auch Waffel-Konkurrenz an anderen Ständen gab, senkten wir den Preis um 10 Cent auf 40.
Nachdem die Stromkabel verlegt und die Waffeleisen angeschlossen waren, ging es los. Wir waren alle sehr gespannt, wie sich die Waffeln verkaufen.
Um genau herauszufinden warum manche Besucher die teuren, aber andere die günstigen Waffeln kauften, erstellten wir Fragebögen.
Der Verkauf lief schleppend. Manchmal kamen einige Hungrige, manchmal war Ruhe am Stand. Das war für uns etwas deprimierend, da wir uns mehr erhofft hatten. Und zu allem Übel fiel auch noch eine Dreiviertelstunde vor Ende des Verkaufes der Strom aus! Enttäuscht und schwitzend bauten wir alles ab und gingen zurück in die Klasse. Dort besprachen wir die Ergebnisse unseres Experimentes: Von 51 Käufern waren nur 30% der Meinung, dass eine teurere Waffel besser sei und entschieden sich, größtenteils aufgrund der Meinung von Freunden oder der geringeren Wartezeit, eine dieser Waffeln zu kaufen. Also gingen die günstigeren besser weg und der Verdienst war auch höher.
Es gab etwas mehr weibliche Kundschaft als männliche und fast alle waren mit den Preisen zufrieden.

Im Großen und Ganzen fand ich den Tag bis zum Stromausfall spannend. Das Wetter spielte mit, die Besucher waren alle gut drauf und freundlich zu uns.
Würde ich diesen Versuch nochmal durchführen?
Ehrlich gesagt: Ja, weil es ziemlichen Spaß gemacht hat. Man hat gespürt, welch tolle Atmosphäre auf dem Schulgelände herrschte.
Überall lachende Gesichter, Musik und Essensduft. Ich bin schon gespannt, was wir nächstes Jahr machen.
Dann hoffentlich wieder mit tollem Wetter, aber ohne Stromausfall ;-).



 

Reportage Kulturtage der Stadtteilschule Bergedorf (GSB):

Kamera: Thomas Schrader
Schnitt/Ton: Thomas Schrader
Fotos: Stadtteilschule
Text: Jg-7-Webreporter der Stadtteilschule Bergedorf (GSB):
Emily Lasar, Vanessa Paulig, Anna Sofie Vaupel,
Jule Hansen und Katharina Stender, Lucie Herold,
Antonia Dahl und Josephine Burchardt


       
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