bergedorf Reportage Wutzrock 2008
Open-Air Festival am Eichbaumsee in Hamburg Bergedorf
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  Was 1978 als Kampf um ein autonomes, selbstverwaltetes Jugendzentrum in Bergedorf begann, hat sich inzwischen zum größten kostenlosen Open-Air-Festival Norddeutschlands entwickelt.

Geboren wurde die Institution Wutzrock am 30.6.1979, 10 Jahre nach dem legendären "Woodstock" Open-Air-Festival in den USA, das auch ganz offensichtlich einen gewissen Einfluss bei der Bildung des Namens "Wutzrock" hatte.
6 Bands spielten damals im Billtalstadion, Ziel der Organisatoren war es, Geld für die Realisierung des Jugendzentrums zu bekommen.

1980 wurde dann "Unser Haus e.V." gegründet, die Bezirksversammlung hatte nach massiven Widerständen ein Haus in der Wentorfer Straße angeboten, das noch heute die Heimat des Jugendzentrums mit dem Cafe Flop ist.


In den Jahren 1979-1989 musste Wutzrock mehrfach umziehen. Über die Billewiesen, den Reinbeker Redder und den Frascatiplatz kam man 1989 zum Eichbaumsee in Allermöhe, wo das Festival bis heute seine Heimat gefunden hat.
1991 wurde dann speziell für die Veranstaltung von "Wutzrock" der gemeinnützige Verein "Galactic Entertainment" gegründet.
Wutzrock war aber immer nicht nur musikalischer Zeitspiegel, sondern gab auch die kulturpolitische Orientierung in Hamburgs Osten wieder.
Wutzrock unterstützt aktiv politische Gegenkultur: Schon frühzeitig wurde das Motto "Think global, act local" umgesetzt, ein Motto, das bis heute trägt. Antifa-Gruppen, Bürgerinitiativen, ICAD, Amnesty International und anderen bot und bietet Wutzrock eine Plattform.

Während die Besucher in den ersten 10 Jahren noch Eintritt zahlen mussten, wurde 1989 dann der Begriff "Umsonst und Draußen" geprägt, was bis heute beibehalten werden konnte.
Das ist nur möglich, weil alle Organisatoren und Helfer komplett ehrenamtlich arbeiten und somit keine Personalkosten entstehen.
Die Künstler unterstützen die Idee und treten gegen Erstattung der Spesen auf oder zumindest für einen Bruchteil der normalen Gage.
Das Geld für die Auftritte, die Verpflegung der Künstler und Helfer, die Technik u.s.w. wird über den Getränkeverkauf, Standmieten von Händlern sowie Sponsoring eingenommen.

Ca. 30 Personen planen das ganze Jahr über die Verwirklichung von Wutzrock. Am Festival-Wochenende und in der Woche davor sind dann ca. 150 Helferinnen und Helfer beschäftigt mit Auf- und Abbau, Verpflegung, Getränkeverkauf, Technik, Moderation, Sicherheit, Künstlerbetreuung und allem, was sonst noch dazu gehört.
 


Foto-Galerie / Foto-Reportage

Wutzrock 2008

Open-Air Festival am Eichbaumsee



  Eröffnet wurde das 30ste Wutzrock durch "Junge die Band" die auch schon auf dem Bergedorfer Trommelfest zu sehen und zu hören waren.
Desweiteren sind aufgetreten:
  • Used Illusions
  • Rock die Strasse
  • No Cure
  • Der Fall Böse (Krankenvertretung für The Spook)
  • Cpt. Howdy
  • Letzte Instanz
  • Kosmo Kowalski
  • Ghost of Tom Joad
  • Sea
  • Maks & the Minors
  • Novisa
  • Reimzig
  • Trippin the Light
  • Fantastic
  • Dissidenten
  • Gimmick
  • Turbstaat
  • Knarf Rellöm Trinity
  • I-Fire
  • 206
  • Dubtari
  • The Toasters ...
  • ... und last not least die "Bierstürzenden Rotzwucker"

Aber nicht nur an die "großen Besucher" wird bei Wutzrock gedacht, mit einem großen Angebot für die zahlreichen Kinder ist Wutzrock tagsüber ein Fest für die ganze Familie. Von Wasserrutsche über Riesen-Weltkugel, Kletterwand bis hin zum Bastelzelt war auch für die Kleinen gesorgt.
Auch das Sackhüpfen am Sonntag Vormittag sorgte für riesen Stimmung und ein kleiner Rugbi-Kurs gab einen Einblick in die Welt dieses Sports.

Bergedorf-TV wollte vor allem 2 Dinge wissen:
Kann ein solches Festival, das die Organisatoren ja auch vor eine gewaltige Logistikaufgabe stellt, mit kommerziellen Veranstaltungen mithalten ? Und was treibt die Organisatoren und Helfer jedes Jahr von neuem an, diese Anstrengungen zu unternehmen ?
Im Rahmen dieses "völlig durchgeknallten, chaotischen Haufens auf und hinter der Bühne" haben auch wir einen nicht ganz ernst zu nehmenden Reporter ("Fred Fisch") mit der Aufgabe ins Getümmel geschickt, herauszufinden, warum alle Helfer alljährlich beim Wutzrock ehrenamtlich dabei sind.
 


 

Reportage Wutzrock:

Kamera: Mike Hoffmann, Mike Weil, Christian B., Beatrice Tenge
Schnitt/Ton: Mike Hoffmann
Fotos: Mike Weil, Mike Hoffmann
Moderation / Interviews:
Beatrice Tenge, Marco Scharlow, Fred Lobin alias "Fred Fisch"




       
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