bergedorf Harley Days Hamburg 2008
Video + Fotos von den Harley Days in Hamburg (Heiligengeistfeld)
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Geschätzte 75.000 Motorradfahrer haben am Wochenende 20.-22.6. Hamburg vibrieren lassen und dem Kult um Harley Davidson Motorräder gehuldigt.
Laut Veranstalter das größte Biker-City-Event Europas.

Leder, glänzendes Chrom, Benzin und harte Kerle ... eine nicht alltägliche aber offensichtlich sehr reizvolle Mischung für rund 600000 Besucher.


An der Glacischaussee, die zur "Mainstreet" umbenannt war, auf dem Heiligengeistfeld und natürlich auf dem „Kiez" ging die Post ab.
Relativ "normale" aber auch komplett umgebaute und aufwändig gestylte Maschinen - sogenannte Custombikes oder Customizer - blubberten und röhrten pausenlos über die Chaussee und die Reeperbahn und präsentierten sich den Zuschauern.

Interessierte hatten die Möglichkeit, die neuesten Maschinen aus der Kult-Bike-Schmiede in Milwaukee nicht nur anzuschauen, sondern auch Probe zu fahren.
Neben kleineren Bike-Shows wurden 100 der schönsten Bikes bei der Ride-in Bike-Show auf der „Mö" (Mönkebergstraße) vorgestellt und in in 8 Kategorien prämiert, die Preise wurden von Bill Davidson, dem Urenkel eines der Firmengründer, überreicht.
11 rockige Live-Acts auf der großen Hauptbühne inmitten des "Harley-Village" auf dem Heiligengeistfeld sorgten für die musikalische Untermalung.

Auf der kleineren Bühne von Alster-Radio 106!8 waren neben verschiedenen Bikes auch andere Kurven zu bewundern, wenn von Zeit zu Zeit zwei Tänzerinnen die Stimmung zum Kochen brachten.

Der Höhepunkt des Wochenendes war am Sonntag die große Parade, eine große Rundfahrt durch die Stadt mit ungefähr 10.000 Harleyfahrern.

Den Charme der Veranstaltung machten aber unserer Meinung nach die vielen kleinen Eindrücke aus, die man sammeln konnte, wenn man über das Heiligengeistfeld und den Kiez schlenderte.

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Foto-Galerie / Foto-Reportage

Harley Days Hamburg 2008

Das erste Harley Treffen in Hamburg fand 2003 statt. Damals gab es weltweit in 9 Städten Partys zum 100. Geburtstag der Kult-Marke. In Hamburg war die Begeisterung so groß, dass daraus ein jährlich wiederholtes Event wurde.

Auch wenn wieder Stimmen von Naturschützern laut wurden, die verständlicherweise gegen die Harley Days sind, hoffen wir, dass Hamburg diese Attraktion noch viele Jahre erhalten bleibt. Und das, obwohl wir uns selbst für den Klimaschutz engagieren (www.autofreier-sonntag.eu).
Natürlich ist es nicht lebenswichtig, wenn Tausende Motorräder ihre Runde drehen - aber viel entscheidender für die Umwelt wäre es, wenn Millionen von Menschen die Transportmittel Auto und Flugzeug bewusster nutzen würden.

Es ist absolut bewundernswert, wie viel Mühe, Liebe (und Geld) viele Liebhaber in dieses Hobby stecken. Die Hamburg Harley Days und ähnliche Veranstaltungen geben ihnen die Gelegenheit, ihre bis ins kleinste Detail gestylten Bikes der breiten Öffentlichkeit zu zeigen.
Aber für die echten Harley Fans ist es nicht nur Hobby. Wahrscheinlich gibt es kein anderes Motorrad, nicht einmal ein anderes Fahrzeug, das in diesem Maße auch Lebensphilosophie und Lebensmittelpunkt für seine Eigentümer darstellt.

Bereits 1903 fertigten die Brüder Arthur, Walter und William Davidson zusammen mit William Harley in einem nur 12 qm großen Holzschuppen die erste Harley-Davidson: Das Modell Silent Grey Fellow ("grey" wegen der grauen Lackierung). Es hatte einen Einzylindermotor mit zwei PS und 167 ccm Hubraum, der in ein Fahrrad eingebaut war. Das Hinterrad wurde über einen Lederriemen angetrieben, und durch Treten der Pedale startete der Motor.

Seitdem wurden immer wieder Trends gesetzt wie mit dem V2-Motor von 1909, um nur ein Beispiel zu nennen. Die bei den Harleys definierten Kategorien Sportster, Tourer, Chopper und Cruiser gibt es zum Teil seit über 40 Jahren.

Der Kult um Harley-Davidson und die Assoziation mit Freiheit und Abenteuer wurde mit dem Film "Easy Rider" von und mit Peter Fonda und Dennis Hopper begründet. Das Road Movie aus dem Jahre 1969 beschreibt wie kaum ein anderer Film das Lebensgefühl der 1960er Jahre.
Im Film geht es um den Generationenkonflikt mit Rockmusik, Rocker, Hippies, Joints und dem großen Wunsch nach Freiheit auf der einen Seite und Intoleranz, Kleinbürgertum, Unverständnis und Hass auf der anderen.
Der Song "Born to be wild" von Steppenwolf wurde durch den Film weltberühmt und zur Hymne für viele Biker.




 

Reportage Hamburg Harley Days 2008:

Kamera/Schnitt/Ton: Mike Hoffmann
Fotos: Mike Weil
Interviews: Ralf Bode
Text: Mike Hoffmann, Mike Weil

Das gesamte Material (mit vielen nichtgezeigten Aufnahmen), in mehreren längeren Videos geschnitten, kann auch auf DVD erworben werden (Schutzgebühr 15 €). Einfach unter Kontakt eine Mail an uns schreiben.


       
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